Blutegel-Therapie


Die medizinische Verwendung von Blutegeln hat eine faszinierende und lange Tradition. Bereits die Ägypter der Pharaonenzeit kannten die heilende Wirkung der Blutegel.

 

Früher führte man die Wirksamkeit der Blutegel-Behandlung alleine auf den Blutentzug (Aderlass) zurück. heute ist dieser Aspekt eher zweitrangig.

Mit modernen Analysemethoden konnten die Wirkstoffe, die der Blutegel beim Saugen abgibt als höchst wirksam und heilend identifiziert werden.

Hauptwirkstoff ist das Hirudin, ein anerkanntes Arzneimittel, welches bei Blutgerinnungsstörungen z.B. Herzinfarkt eingesetzt wird.

 

Die Hauptwirkung der ca 200 Speichelinhaltsstoffe sind :

 

schmerzreduzierend (lokal)

entzündungshemmend (lokal)

blutverdünnend (systematisch)

gerinnungshemmend (systematisch)

 

Damit ist diese Therapieform für folgende Indikationen gut geeignet :

 

akute und chronische Gelenkschmerzen 

Krampfadern/ Besenreiser/ Unterschenkelgeschwüre

Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung

unterstützende Behandlung bei Bluthochdruck

rheumatische Erkrankung u.v.m.

 

Was passiert bei einer Blutegel-Behandlung ?

 

Die Behandlung variiert zwischen 60 und 90 Minuten. Zu Behandlungsbeginn wird der Blutegel an der entsprechenden Stelle angesetzt und saugt sch fest. Im weiteren Verlauf (15-90min) leitet der Blutegel die Wirkstoffe beim Saugen in das Gewebe ein und fällt anschließend von alleine ab. In dieser Zeit wird die Wunde mit saugfähigem Verbandmaterial abgedeckt. 

Der gewünschte Effekt trifft oft unmittelbar nach der Behandlung ein und hält häufig monatelang.